teils Luftraum, teils begehbare Etage
Es waren städtebauliche Überlegungen, die dazu führten, dass der große Neubau daherkommt wie drei ortsübliche Einzelhäuser - jeweils mit Satteldach.
Aber dass die schrägen Satteldächer bei Öffnung in den klassischen "Dachboden" wunderbare Wohnverhältnisse ermöglichen, das weiß Uli Otto von seinem eigenen sanierten Altbau in der Tübinger Gartenstraße.
Zwar übernahm er die Projektsteuerung erst Jahre nach der Baugenehmigung, aber an ganz vielen Stellen sagte er: wir optimieren den an sich schon guten Bau nochmal systematisch.
Als Beispiel Wo11 in Haus West:
so sieht es mit Blick Richtung Mehrzweckgebäude aus: der Hauptraum für Essen und Wohnen. Ganz links an der nicht sichtbaren Wand wird die Küche sein. Die Tür am linken Rand führt ins Bad, direkt rechts daneben geht's ins Schlafzimmer.
Hier der Blick Richtung Nord-Ost, Richtung Scheune. Die Balken bleiben sichtbar, darüber wird hier im Hauptraum kein Boden aufgebracht - es bleibt Luftraum. Außer rechts oberes Drittel: da führt die Treppe hoch. Ganz links im Bild: die Schlafzimmerwand. Der rechte Bildrand: die Küchenwand. Der DG2-Grundriss weiter unten zeigt das nochmal vom Dachspeicher-Geschoss" aus.
Hier erstmal der DG-Grundriss: Das Schlafzimmer hat zwar rechnerisch wegen der Schräge im Westen nur 12.5 qm, genügt aber bestens der sog. Nutzungsneutralität: Mit seinen Maßen erlaubt es sehr unterschiedliche Nutzungen. Es ist groß genug, um bspw. auch ein freistehendes Pflegebett aufzunehmen, das von allen Seiten "bedient" werden kann.
PS: ganz unten rechts der optionale Wanddurchbruch - falls später mal beide Wohnungen zusammengelegt werden sollten. Blau eingefärbt: der Luftraum.
Die Leitertreppe zur begehbaren Galerie ist an der Küchenwand. Die Galerie selbst ist offen - der Brandschutz hat geschlossene Räume dort untersagt.
Hier alles nochmal im Schnitt: Dir relativ steile Leitertreppe, unter der die Küchenzeile bis zur Badwand reicht. Im rechten Bereich der Eingangs- und Flurbereich unter dem Flachdach zwischen Haus West und dem benachbarten Haus Mitte.
Weitere Eindrücke der Galeriewohnungen:
Die "durchgesteckte" Wo14 Haus Mitte
In der Bildmitte Wo14, mit Terrassenzugang.
von Norden aus Richtung Straße. Ganz rechts: die Eingangstür. Im Trockenbau das Bad, an dessen Wand die Küche aufgebaut wird.
Richtung Südost: attraktive Belichtung von Ost und Süd. Und attraktiv der Wechsel zwischen Gaupe und Dachschrägen.
Blick durch den "Flur" Richtung Schlafzimmerwand, davor rechts die Terrassentür zur Dachterrasse. Ganz links die Badwand, an der die Küche montiert wird.
Von der Eingangstür aus Richtung Terrassentür, rechts das Bad, rechts oben der längliche Ausschnitt für die Leitertreppe