Genossenschaft­liche Geldanlage

Eine Genossenschaft ist ein (wirt­schaft­licher) Zusam­men­schluss von Men­schen, die so ihre Ziele ge­mein­sam besser er­rei­chen können. Dabei hat jedes Mit­glied eine Stimme, egal ob es einen oder hundert Anteile besitzt.

Stand der Dinge

Pflicht- & freiwillige Anteile

von 0,7 Mio. €
von 1,0 Mio. €

Mitgliederdarlehen

von 2,5 Mio. €

Wer kann Mitglied werden?

Was heißt es, Mitglied zu werden?

Ein Genossenschafts­anteil kostet 500 Euro. Sie können bis zu 400 freiwillige Anteile erwer­ben. Dafür erhalten Sie Stimm­recht in der General­versam­mlung und können so mit­be­stim­men, und Sie haben ein An­recht auf eine mögliche Rendite.

Wer einziehen möchte, muss Wohnungs­pflicht­anteile einbringen. Das sind zwischen 50 und 166 Anteile pro Wohn­einheit, je nach Größe der Wohnung und je nachdem, ob es sich um eine Sozial­wohnung handelt oder nicht.

Darüber hinaus haben Sie die Möglich­keit, der Genossen­schaft ein Mitglieder­darlehen zwischen 2.500 Euro und 25.000 Euro zu geben.

Gründungssatzung herunterladen (PDF)

Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele. Friedrich Raiffeisen (1818-1888), Mit­begrün­der der ge­nossen­schaft­lichen Bewe­gung in Deutschland

Solidarische Gemeinschaft

Es gibt viele Gründe, Mitglied zu werden. Sie sind genau richtig in der Genossenschaft:

Mitmachen

Mitglied werden ist ganz einfach:

Beitrittserklärung herunterladen, aus­füllen (digital oder auf Papier), aus­drucken und unter­schrieben an die ange­gebene Adresse schicken. So einfach geht’s!

Im Anschluss erhal­ten Sie von uns eine Bestä­tigung Ihres Bei­tritts samt Einzahlungsaufforderung.

Häufig gestellte Fragen

Ist mein Geld sicher?

Wenn wir bauen können, mit großer Wahrschein­lichkeit ja. Wenn wir nicht bauen können, wird es kompli­zierter; siehe nächste Frage.

Generell gilt: Genossenschafts­anteile sind unter­nehmerische Beteili­gungen mit ent­sprechen­den Verlust­risiken. Aber: als Mitglied bestimmen Sie mit, was die Genossen­schaft macht.

Was passiert mit meinem Geld, wenn die Genossenschaft doch nicht bauen kann?

Dann versuchen wir natürlich, jemand anderes zu finden, der uns das Projekt abkauft. Die Bau­geneh­migung, über­haupt die Planungs­leistungen und was wir sonst getan/beauftragt haben, um bauen zu können, haben ja einen Wert, auch für jemand anderen, der es übernimmt.

Aber wir müssten lügen, wenn wir sagen würden, auf jeden Fall kriegen alle ihre Anteile zu 100 % zurück­gezahlt. Das kann von heute aus niemand sicher wissen. Im Fall der Auflösung der Genossen­schaft müssen zuerst die offenen Rech­nungen bezahlt werden, dann die Darlehen zurück­gezahlt und als letztes kommen die Genossinnen und Genossen mit ihren einge­brachten Anteilen dran.

Wann ist Baubeginn?

Im Moment wohnen noch Geflüchtete in den beiden Häusern, die unserem Projekt weichen und abgerissen werden. Sobald wir 1,76 Mio – das sind ca. 40 % der Summe, die wir selber auf­bringen müssen – einge­sammelt haben, organi­siert die Stadt innerhalb von vier Monaten neue Wohn­möglich­keiten für die Geflüch­teten. Baubeginn ist, wenn die Geflüch­teten umgezogen sind.

Es hängt also davon ab, wie schnell Sie sich entschließen, mitzu­machen und wie viel Geld (Genossen­schafts­anteile und Mitglieder­darlehen) die Genossen­schafts­mitglieder aufbringen.

Was sind die Vergabekriterien bei der Wohnungsvergabe?

Die Vergabekriterien wurden von der General­versammlung am 18.06.2023 beschlossen. vollständige Vergabekriterien als PDF

Grundsätzlich soll an Menschen Ü60 vermietet werden – es sei denn, jemand Jüngeres bräuchte eine barriere­freie Wohnung. Menschen aus Unter­jesingen oder mit nahen Ange­hörigen in Unter­jesingen werden bevorzugt. Die Bewohner:innenschaft soll möglichst gemischt sein (Muttersprache schwäbisch oder andere, Religion etc.).

Es werden Wohnungen zur orts­üblichen Vergleichs­miete ange­boten und sozial gebun­dene Wohnungen für Menschen mit Wohn­berech­tigungs­schein (Miete 33 % unter der orts­üblichen Vergleichsmiete).

Wartezeit spielt ebenfalls eine Rolle. Jetzt am Anfang, wo wir viel Geld brauchen, müssen wir leider auch darauf gucken, wie viel Geld jemand ein­bringen kann. Das ist bissle ein Wider­spruch, weil wir ja möchten, dass Leute ein­ziehen können, egal wie es ihnen geht (sowohl gesund­heit­lich als auch finan­ziell), aber da wir keinen Esel-streck-dich im Keller haben…

Wann erfahre ich, ob ich eine Wohnung kriege?

Gerade suchen wir Mitglieder für die Wohnungs­vergabe­kommission. Diese wird im Herbst zusammen­treten und die Wohnungen für den Erst­bezug vergeben. Wenn Sie Interesse an einer Wohnung haben, melden Sie sich gerne unter .

Wann können wir einziehen?

Im Moment rechnen wir damit, dass die ersten Mieter:innen Anfang 2026 einziehen können.

Welche Vorteile haben Genossenschaftsmitglieder?

Für die älteren: klar, man kann eine Wohnung kriegen, oder später wenn nötig in die Pflege-WG ziehen, was den meisten mehr zusagt als ins Heim zu müssen.

Für die anderen: zum einen die Nutzung der Scheuer. Generell für Veran­stal­tungen (was natürlich ein Vorteil ist, den man auch einfach so mit­nehmen kann, wenn man zu einer Veran­staltung geht, ohne Mitglied zu sein – deswegen sollten alle mindestens einen Anteil zeichnen). Man soll die Scheuer auch für private Feiern mieten können. Es ist noch nicht ausdis­kutiert, ob das nur Genossen­schafts­mitglieder dürfen, oder ob wir prinzipiell an alle vermieten, aber Mitglieder kriegen es günstiger.

Ältere Menschen, denen ihre Wohnung oder ihr Häusle zu groß gewor­den ist (die Haus und Garten nicht mehr herren, oder die es einfach Verschwen­dung finden, allein oder zu zweit den Platz zu bewohnen, der früher für eine ganze Fami­lie gereicht hat), können in eine kleinere, geschick­tere, barriere­freie Wohnung ziehen ohne aus Unter­jesingen weg zu müssen, und machen damit gleich­zeitig Platz frei für jüngere.

Für jüngere: dass sie ihre Großeltern, Eltern, Tanten etc. gut versorgt wissen.

Ein Vorteil kann auch sein, falls wer ein bisschen Geld übrig hat, das nicht den Banken zu geben (die es zum Teil ja in Sachen anlegen, die uns völlig fremd sind…), sondern ein cooles Projekt mit zu ermög­lichen. Sowas sollte es überall geben, Bedarf gibt es ja auch anderswo, und wir in Unter­jesingen sind eine von den ersten, die das machen, dazu noch aus eigener Kraft, also richtige Pioniere!

Meine Frage steht nicht in der Liste – was kann ich tun?

Schreiben Sie einfach eine Mail mit Ihrer Frage an – dann antworten wir so schnell wie möglich.