Herz & Mitte

Mit dem Umbau der alten Scheuer ent­steht der neue Treff­punkt in der Dorf­mitte: drin­nen als Raum für Kultur und Ver­an­stal­tun­gen, und draußen als Begeg­nungs­ort für Jung und Alt.

Die Scheuer – Unterjesingens neues „Wohnzimmer“

Zum Ensemble gehört die denk­mal­ge­schützte Scheuer aus dem Jahr 1679. Für Laien so über­haupt nicht erkenn­bar, ist sie ein bau­histo­ri­sches Kleinod.

Alte Scheuer
Die alte Scheuer, Foto: Tilman Marstaller

Raumnutzung

In der Scheuer soll der neue Bürger­treff ent­stehen: als „Wohn­zimmer“ Unter­je­singens, wo wir z. B. Kaffee oder Wein trinken können, als Ver­anstal­tungs­ort für Vor­träge, Kon­zerte, Podiums­dis­kus­sionen, Le­sungen, Kaba­rett und und und sowie zur Ver­mie­tung für pri­vate Feiern. Toll wäre der ange­dachte re­gel­mäßige Mittags­tisch. Auch für die Bewoh­nenden - auch die der Pflege-WG - bietet die Scheuer will­kom­mene Begeg­nungs- und Außen­räume.

Grund­riss Denk­mal + geplan­ter Anbau
Grund­riss Denk­mal + geplan­ter Anbau (auf dem die Ter­rasse der Pflege-WG ent­steht); Skizze: Haefele Architekten
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So könnte die Südfas­sade aus­sehen; Skizze: Haefele Archi­tekten

Dorfmittelpunkt

Im Innenhof vor der Scheuer wird ein Treff­punkt in der Orts­mitte im Freien ent­stehen, direkt an dem öffent­li­chen Weg, der von der Haupt­straße zum Ein­gang der Mehr­zweck­halle führt. Bei mehre­ren Events haben wir uns schon mal mit dem Ort als Begeg­nungs­ort ange­wärmt, z.B. beim „Vor­glü­hen an der Scheuer“… Und es kom­men immer wieder neue Ideen auf - im Hitze­som­mer 2026 z.B.: könnte die Scheuer auch öffent­li­che Kälte­stube wer­den?

550003250_1211848864310299_2430846056006262814_n Tatsächlich mittendrin, im älte­ren Teil Unter­je­sin­gens (09/25; Bild: @Unterje­singenOnline)

Denkmal in Not

So wert­voll die Scheuer aus denk­mal­schüt­zerischer Sicht ist, so sehr gilt sie auch als ge­fähr­det. Denn sie war lange Jahre dem Ver­fall preis­ge­geben und weist eine ganze Reihe auch gravie­render Schäden auf. Aber eben anderer­seits noch sehr viel ursprüng­liche Bau­sub­stanz und eine Reihe von Eigen­heiten, die sie so außer­ge­wöhn­lich machen.

Seit vielen Jahren gab es Ver­suche, sie in ihrer Sub­stanz sorg­fältig zu schüt­zen und zu­gleich mög­lichst einer ange­mes­senen Nut­zung zu­zu­führen. Einer Nut­zung, die mit dem lang­fris­tigen Erhalt der Scheuer und ihrem Denk­mal­wert kompa­tibel ist, zu­gleich aber mög­lichst auch das Bau­werk sinn­lich erfahr­bar wer­den lässt - für mög­lichst viele Men­schen. Das von der Ge­nos­sen­schaft ent­wickelte Kon­zept berück­sichtigt all dies in faszi­nie­render Weise - und nun sind wir tatsäch­lich mitten in der Um­set­zung: August 2025 war Baubeginn.

Skizze Ansicht West Skizze Querschnitt

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Blick nach Westen Rich­tung Bühnen­raum - mitten wäh­rend der Sanie­rung. Schon erkennbar: Beton-Funda­mente, einige ersetzte Balken­teile (29.10.2025)

Die Finanzierung der Scheuer…

… ist natür­lich eine beson­dere Heraus­for­de­rung. Denn hier gibt es keine Wohn­pflicht­anteile und regel­mäßige Mieten. Sie soll ja niedrig­schwel­lig mög­lichst viele An­lässe behei­maten, die das Dorf­leben berei­chern. Wir hoffen, dass wir den Umbau mit mög­lichst wenig Fremd­kapital groß­teils aus Genos­sen­schafts­an­teilen und För­der­mit­teln finan­zieren und durch Eigen­lei­stungen stem­men kön­nen. Denn nur so können wir den Raum dann gün­stig ver­mie­ten oder an gemein­nützige Ver­eine und bürger­schaft­lich enga­gierte Grup­pen aus Unter­je­singen auch kosten­los ver­geben.

Deshalb haben wir – tat­kräftig durch die nest­bau AG unter­stützt – intensiv öffent­liche Förder­mittel spe­ziell für die Sa­nie­rung und Um­nut­zung der Scheuer gesucht.

Lageplan Innen­hof mit öffent­lichen Wegen
Lageplan Innen­hof mit öffent­lichen Wegen, Ent­wurf: Haefele Archi­tekten